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Dorle Ferber & friends

09.06.2018

Ein Bandprojekt für den Owinger Kulturkreis

Dorle Ferber & Friends zu Gast beim Owinger Kulturkreis

Dorle Ferber „ist bunt wie die Vielfalt der Musik!” Vom Wahrheitsgehalt dieser Aussage auf einer Internet-Plattform konnten sich am vergangenen Samstag die Gäste in der Billafinger Neuen Gerbe überzeugen. Eine große Bandbreite von Liedern, Texten, Melodien, Rhythmen, Virtuosität und Klangzauber verwandelte die Bühne in ein Kaleidoskop von Eindrücken.

Gemeinsam mit Dorle Ferber & Friends - Benjamin Engel, Jan Fride und Kolja Legde - machte sich das Publikum auf eine Reise von Taisersdorf nach Jaipur, begab sich von der schönen Lau zum Donau-Delta, flog mit dem Waldrapp durchs Billafinger Urstromtal, wanderte mit Kamelen übers Meer, lauschte den geheimen Träumen der Zaunkönigin und erfreute sich an der Suite für Nazira.

Märchenhaftes war zu hören, nicht nur über Frau Holle, sondern auch der vertonte Text Hans Arps: „Ein großer blauer Falter ließ sich auf mir nieder und deckte mich mit seinen Flügeln zu. Und tiefer und tiefer versank ich in Träume. So lag ich lange und vergessen wie unter einem blauen Himmel.” Manch einer kannte dieses Lied bereits aus Dorle Ferbers wunderbarer CD „Stroh zu Gold”. Sogar Christian Enzensberger Übersetzung „Der Zipferlake“ des Unsinngedichtes „Jabberwocky” Lewis Carrolls konnten Zuhörer auswendig mitsingen: „Verdaustig war´s und glasse Wieben rotterten gorkicht im Gemank. Gar elump war der Pluckerwanck und die gabben Schweisel frieben.”

Heiter, ausgelassen, voller Lebendigkeit und Spielfreude stellten die vier Vollblutmusiker ihr Konzertprojekt vor, das die preisgekrönte Komponistin mit ihrer Band extra für den Auftritt in Billafingen arrangiert hatte. „Der Owinger Kulturkreis hat es ins Leben gerufen. Es war spannend zu sehen, wie sich das Projekt entwickelte”, sagte die vielseitige und engagierte Taisersdorfer Künstlerin. Die erfolgreiche Sängerin, die nicht nur über eine Stimme, sondern über viele Stimmen verfügt, zeigte, dass sie außer ihrer Geige auch E-Gitarre, Obertonflöte und andere Instrumente beherrscht.

Schon einmal war Dorle Ferber in der Gerbe zu Gast, damals mit der Gruppe „Elster Silberflug”: Nachdem sich 2003 der Owinger Kulturkreis gebildet hatte, lud er zu seiner ersten Veranstaltung das Ensemble ein, dessen Ausrichtung das Rowohlt-Folk-Lexikon als „eine der wichtigsten Stationen auf dem Weg zur Wiederbelebung der deutschen Volksmusik” beschrieb. Als Reminiszenz zeigte Klaus Schielke zu Beginn einige Fotos des Auftrittes.

Nun holte die Produzentin, die im vergangenen Jahr mit Marianne Sägebrecht auftrat, für das neue Projekt „Dorle Ferber & Friends” mit Benjamin Engel, Jan Fride und Kolja Legde drei bewährte Freunde ins Boot, mit denen sie bereits mehrfach aufgetreten ist.

Versunken gab sich Kolja Legde seinem Kontrabass hin und sorgte mit seinen Soli für Begeisterung unter den Zuhörern. Benjamin Engel, der mit Tenor- und Sopransaxophon sowie Bassklarinette die Zuhörer mitriss, ist Träger von 1. Preisen bei „Jugend Jazzt“. Er begleitete bereits Sylvia Fredhammer, Ack van Royen, Bill Ramsey, Walter Scholz, Joy Flemming, Klaus Doldinger, Peter Herbolzheimer auf der Bühne. Derzeit ist er als Musiker am Konstanzer Stadttheater bei „Jesus Christ Superstar” zu hören.

Und dann der legendäre Jan Fride, Schlagzeuger einst bei der Gruppe „Kraan”, Vorbild für viele Groove-Drummer. Schlagzeuger? Nein, er spielt nicht auf einem herkömmlichen Schlagzeug, wie man es kennt, mit Trommel, Becken, Fußmaschine. Es ist ein komplexes Schlagorchester, das Jan Fride in der Neuen Gerbe vor sich aufgebaut hat. Leichthändig spielt er es, wie in Trance. Seine Verschmelzung, seine Identifizierung mit dem Instrument fasziniert. Als nach der Zugabe alle Künstler von der Bühne gehen, klopft er lässig auf das Hi-Hat, das Becken, und zeigt, dass Kolja Legdes Kontrabass nicht nur zum Zupfen bestimmt ist.

Wer keine Zeit hatte, Dorle Ferber & Friends live zu erleben, oder aber nicht genug davon bekommt, der hat in drei Wochen in Taisersdorf erneut Gelegenheit dazu. Dann werden in der Werkstatt „Klang und Eisen” ab 19.00 Uhr nicht nur diese fantastischen Musiker zu hören sein. Zum 7. Mal findet am 7.7. in den Hirtengärten 13 nämlich „archex” statt: der archaisch-experimentelle Musiktag.

Der Kulturkreis Owingen dankt sehr herzlich Anton Rothmund und Klaus Stark für die Unterstützung in der Neuen Gerbe.

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